rotahorn: Die Literaturpreisträger stehen fest
Monique Schwitter und Christoph Dolgan sind die Preisträger des Hans Roth Literaturpreises „rotahorn“. Sie überzeugten die Fachjury bestehend aus Barbara Frischmuth, Kurt Bartsch, Alfred Kolleritsch, Julian Kolleritsch und Norbert Mayer mit ihrem literarischen Können. Bei der feierlichen Verleihung am 29.11. wird LH Mag. Franz Voves im Weißen Saal der Grazer Burg die Preisträger persönlich ehren.
Mit dem „rotahorn“ bereichert ein neuer Preis, initiiert von Saubermacher CEO Hans Roth, die österreichische Kulturlandschaft. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Alfred Kolleritsch und seiner Literaturzeitschrift „manuskripte“.
Die beiden Preisträger Monique Schwitter und Christoph Dolgan wurden aus einer Vielzahl an literarischen Talenten (Lyrik und Prosa) ermittelt, die bereits ein Naheverhältnis zu den „manuskripten“ pflegen und deren bisher gezeigte Leistungen noch viel erwarten lassen.
Die Jury lobte in ihrer Begründung die literarischen Leistungen:
Monique Schwitter ist eine Meisterin der Prosa, sie schreibt mit feiner Klinge und einer gewissen unpathetischen Distanz, die sich den Objekten ihrer Schilderung trotzdem stets mit einer gewissen Zärtlichkeit nähert. Ihre bisher erschienenen Bücher wurden in den Feuilletons hoch gelobt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Schwitter ist sowohl der Steiermark als auch den manuskripten schon seit Jahren eine treue Begleiterin.Sie hat den erstmalig verliehenen Rotahorn mehr als verdient.
Christoph Dolgan gelingt in seinen Texten eine spannende Vermischung von Essayistik und poetischer Prosa. Ihm gelingt es, scharfe Beobachtungen des Alltags in literarisches Neuland umzuwidmen. Grauen und Voyeurismus sind ihm ganz nahe und werden in eine dem Leser (gerade noch) erträgliche literarisierte Zustandsbeschreibung umgeformt. Daneben weist der Stil Dolgans eine eigentümliche Eigenmächtigkeit auf, die den Lesenden sofort in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt. Christoph Dolgan ist eine auffällige Neuentdeckung auf dem Feld der steirischen Literatur.
Der als Förderpreis konzipierte Preis wird vorerst in den nächsten drei Jahren durchgeführt und ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Teilnahmeberechtigt sind alle deutschsprachigen Autoren (Lyrik und Prosa) ohne Altersbeschränkung. Texte der eingereichten Autoren werden in der nächsten Ausgabe der „manuskripte“ (Winterausgabe) veröffentlicht.
Für eine lebenswerte Umwelt – für eine lesenswerte Literatur
Die Saubermacher Dienstleistungs AG setzt sich im Rahmen ihrer Kernaufgaben seit mehr als 30 Jahren nachhaltig für eine lebenswerte Umwelt ein. Für den Saubermacher CEO Hans Roth gehört zu einer lebenswerten Umwelt auch eine lesenswerte Literatur.
Hans Roth, CEO Saubermacher: „In der Steiermark gibt es viele Nachwuchstalente, die im Verborgenen schöpferisch tätig sind. Mit dem rotahorn möchten wir jungen Literaturschaffenden eine gesellschaftliche Blatt-Form bieten.“
manuskripte: Die Literaturzeitschrift im 51. Lebensjahr erscheint 4x jährlich. Die Herausgeber sind Alfred Kolleritsch und Günther Waldorf. Publiziert werden ausschließlich unveröffentlichte Texte.
Ansprechperson: Andrea Stift, manuskripte
E-Mail: lz@manuskripte.at, Tel.: 0664/73118129; Infos: www.manuskripte.at
Kurzbiografie der Preisträger
Monique Schwitter, 1972 in Zürich geboren, lebt seit 2005 in Hamburg. Sie hat in Salzburg Schauspiel und Regie studiert, war unter anderem an den Schauspielhäusern in Zürich, Frankfurt, Graz und Hamburg engagiert und lebt heute als freie Autorin in Hamburg.
Für ihren Debütband "Wenn’s schneit beim Krokodil", 2005, erhielt sie 2006 unter anderem den Robert-Walser-Preis und den Förderpreis der Schweizer Schillerstiftung. Das Theaterstück "Himmels-W" wurde 2008 uraufgeführt. Ihr Roman "Ohren haben keine Lider" erschien 2008 und wurde 2010 auf Chinesisch übersetzt. Im September 2011 erschien "Goldfischgedächtnis" (Erzählungen) beim Literaturverlag Droschl.
Christoph Dolgan, geb. 1979, Studium der Germanistik und Volkskunde/Kulturanthropologie in Graz. Promotion über Leopold von Sacher- Masoch. Diverse wissenschaftliche (zuletzt zu Franz Nabl, Werner Schwab und Soma Morgenstern) und literarische Veröffentlichungen. Bisherige Veröffentlichungen in der Schreibkraft und den manuskripten.












