Eröffnung e-cycling-park
Am 10. November 2010 wurde mit dem e-cycling-park in Unterpremstätten die erste umfassende Aufbereitungsanlage für Elektroaltgeräte im Alpe-Adria-Raum in Betrieb genommen. Es können zukünftig bis zu 85 Prozent der Bestandteile von Elektrogeräten von der Saubermacher Dienstleistungs AG aufbereitet und einer stofflichen Verwertung zugeführt werden. So setzt Saubermacher neue Maßstäbe und schont wertvolle Ressourcen.
In den vergangenen Jahren haben sich Elektronikgeräte zu wachsenden Müllbergen entwickelt. Schätzungen sprechen von ca. 100.000 to Elektroabfällen pro Jahr in Österreich! In der Steiermark werden täglich bereits 30.000 kg ordnungsgemäß entsorgt, was ca. 8 kg je Einwohner und Jahr entspricht.
Da Elektroaltgeräte zumeist neben Wert- auch Schadstoffe enthalten, kann eine falsche Entsorgung die Umwelt nachhaltig belasten. Durch die Ergänzung der bestehenden Anlagen mit einer speziellen Aufbereitungsanlage für Elektrokleingeräte entstand eine im Alpe-Adria-Raum einzigartige Gesamtanlage für die Verwertung alter Elektrogeräte. Dadurch können künftig bis zu 15.000 to Elektroaltgeräte pro Jahr umweltschonend aufbereitet werden und die gewonnenen Wertstoffe wieder dem Rohstoffkreislauf zugeführt werden.
Die aufbereiteten Abfälle können als Sekundärrohstoffe wiederverwendet werden. Primärrohstoffe wie z.B. Erdöl oder Kohle, die nicht unendlich vorhanden sind, werden genauso wie die durch deren Abbau belastete Umwelt geschont und Emissionen werden verringert.
Mit dieser Aufbereitungsanlage stellt Saubermacher sicher, dass die Wertschöpfung in Österreich bleibt. Das Einzugsgebiet liegt in Österreich, Westungarn, Norditalien und Slowenien. Insgesamt werden am Standort Unterpremstätten 80 Mitarbeiter beschäftigt, es entstanden durch diesen Umbau 7 neue Arbeitsplätze.
Saubermacher trägt mit dieser Anlage nicht nur dazu bei, dass große Mengen an CO2 durch kurze Transportwege eingespart werden, sondern wertet durch diese Investition den Standort Unterpremstätten massiv auf.
Dies spiegelt das Selbstverständnis von Saubermacher wider: Das Unternehmen nimmt als Vorreiter in der österreichischen Abfallwirtschaft die Verantwortung für Menschen und Umwelt in der Region wahr und unterstützt dies mit Richtung weisenden Investitionen vor Ort!
Hans Roth, CEO Saubermacher: „Durch den Saubermacher e-cycling-park können aufbereitete Abfälle als Sekundärrohstoffe wiederverwendet werden und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Schließen der Stoffkreisläufe. Wir setzen ein nachhaltiges Zeichen für eine lebenswerte Umwelt und schaffen eine Reihe positiver Effekte in den Bereichen Arbeitsplatzschaffung und -sicherung, Innovation, Klima- und Ressourcenschonung, nachhaltige Abfallwirtschaft sowie Standortsicherung.“
Saubermacher e-cycling-park – E-Kompetenz im Zentrum
Im Vorfeld der Eröffnung der neuen Anlage fand im Rahmen des Saubermacher EcoTalk ein Elektroaltgeräte Symposium mit hochkarätigen Experten statt.
Dr.-Ing. Sabine Flamme, FH Münster referierte zum Thema „Elektroaltgeräte – eine wichtige Quelle zur Ressourcensicherung“. Das Impulsreferat von Gerhard Podhradsky, Director Program Management & Site Speech Processing bei Philips stand unter dem Motto „Herstellerverantwortung - was wird bei der Produktion schon berücksichtigt“ und Alois Grinschgl, Saubermacher Dienstleistungs AG informierte über „neue Möglichkeiten zur Verwertung von Elektroaltgeräten im Alpe-Adria-Raum durch den Saubermacher e-cycling-park“.
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunftsressource Recycling?“ diskutierten prominente Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Umwelt:
Ministerrat Dr. Roland Ferth, Lebensministerium; Christian Mayer, Firmensprecher der ERA Elektroaltgeräte Recycling Austria GmbH; Mag. Sabine Hadl, Geschäftsführerin der European Recycling Platform (ERP) Österreich GmbH; Mag. Franz Sauseng, Geschäftsführer der EVA Erfassen und Verwerten von Altstoffen GmbH; Mag. Thomas Faast, Geschäftsführer der UFH Elektroaltgeräte System Betreiber GmbH; Mag. Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria GmbH; Dr. Christian Schreyer, Geschäftsführer des Dachverbandes der steirischen Abfallwirtschaftsverbände; Hofrat DI Dr. Wilhelm Himmel, Leiter der Fachabteilung 19D Abfallwirtschaft und Stoffflusswirtschaft; Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Antrekowitsch, Montanuniversität Leoben. Die Moderation übernahm Mag. Gerhard Ziehenberger, Leiter der Saubermacher Kompetenzzentren.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der feierlichen Eröffnung der neuen Aufbereitungsanlage für Elektroaltgeräte. Prominente Festakt-Gäste: DI Alois Fürnkranz MBA, Österreich Geschäftsleiter Saubermacher Dienstleistungs AG; Anton Scherbinek, Bürgermeister der Marktgemeinde Unterpremstätten; Landesräte Dr. Christian Buchmann, Hans Seitinger, Dr. Gerhard Kurzmann und DI Nikolaus Berlakovich, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft der Republik Österreich. Danach Segnung der Anlage durch Pater Mag. Karl Schauer, Superior von Mariazell und Pater Mag. Norbert Glaser, Pfarrer des Pfarrverbandes Premstätten.
Daten und Fakten
| Investitionssumme | 4,5 Mio € |
| Bauzeit | Mai bis Oktober 2010 |
| Jährliche Kapazität | 15.000 to |
| Zweck | Auftrennung in Metalle und Kunststoffe zur Wiedergewinnung von Rohstoffen |
| Einzugsbereich | Südösterreich, Slowenien, Westungarn, Norditalien |
| Beschäftigte | am Saubermacher Standort Unterpremstätten:80 Personen davon 22 Mitarbeiter im e-cycling Park 2-Schichtbetrieb |
Was passiert in der Anlage?
Durch die Auftrennung im sogenannten Querstromzerspaner werden die Geräte schonend in ihre Einzelbestandteile zerlegt. Anschließend werden über ein Magnetband die eisenhaltigen Teile aussortiert und als Eisenschrott wiederverwertet. Die nichtmagnetischen Teile werden am nachfolgenden Sortierband in deren Bauteile nach Kunststoffen und Nichteisenmetallen (wie z.B. Kupfer und Aluminium) sortiert. Die schadstoffhaltigen Bauteile, wie Kondensatoren oder Batterien werden entfernt und ordnungsgemäß entsorgt. Noch vorhandene Verbundstoffe werden anschließend weiter zerkleinert und automatisch in Eisen, Nichteisenmetalle und Kunststoffe getrennt. Sämtliche dieser wieder gewonnenen Rohstoffe werden einer neuerlichen Einsatz in Produkten zugeführt.
Was wird in die Anlage eingebracht?
Alle Elektrokleingeräte aus Haushalt und Gewerbebetrieben bis zu einer Größe von 50 cm Kantenlänge. Zum Beispiel: Toaster, Handys, PC, und vieles mehr.












