Diskussion im Saubermacher ECOPORT
Zum Auftakt der Gleichenfeier des „ECOPORT“, dem neuen Saubermacher-Headquarters, diskutierten
- Hans Roth, CEO Saubermacher Dienstleistungs AG
- Ing. Josef Heissenberger, Geschäftsführer Komptech GmbH
- DI Dominik Brunner, Geschäftsführer ELIN Motoren GmbH
- Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer, Rektor Uni Graz
- Landesrat Dr. Christian Buchmann
zum Thema "Kann die Steiermark Ökologie- und Innovations-Drehscheibe Europas werden?".
Moderiert von Ing. Bernhard Puttinger, MBA, Geschäftsführer EcoWorldStyria, waren sich die Diskutanten in Ihren Eingangsstatements schon einig: die Steiermark hat das Potenzial zum „Green tech Valley“. So stellte der zukünftige Hausherr Hans Roth fest: „Ich wünsche mir, dass 2015 das steirische "green tech valley" dem "silicon valley" in Bekanntheit und Bedeutung um Nichts mehr nachsteht. Unser Unternehmen betreffen natürlich vor allem die Entwicklungen im Bereich der E-Mobility. Hier beschäftigen wir uns bereits heute damit, auf welche Art und Weise wir Lithium Batterien umweltschonend aufbereiten und verwerten werden.“ Für Ing. Josef Heissenberger muss Innovation zusätzlichen Kundennutzen hervorbringen. Überdies hinaus spricht sich Heissenberger für gesetzliche Rahmenbedingungen, die Umwelttechnik fördern, aus: „Umwelttechnik erfordert im Allgemeinen gesetzliche Rahmenbedingungen. Österreich, speziell die Steiermark, war und ist als Pionier beispielgebend. Diese Entwicklung ist der Grund dafür, dass sich Firmen wie Saubermacher oder auch Komptech zu internationalen Technologie- und Marktführern entwickeln konnten.“ DI Dominik Brunner ergänzt: „ELIN Motoren GmbH ist der Beweis dafür, dass ein Unternehmen, das eigentlich in einer vor fünfzehn Jahren totgesagten Branche (nämlich Elektromotoren am Hochlohnstandort Österreich zu produzieren) mit green-tech ein Fundament für nachhaltiges Wachstum legen konnte. Durch die Konzentration auf Generatoren für Windkraftanlagen Mitte der 90er Jahre und mit der Entwicklung neuer Produkte für BHKWs und Wasserkraft konnte das Geschäftsvolumen in den letzten 10 Jahren am Standort Weiz verfünffacht werden.“ Doch woher kommen künftig die Fachkräfte für die Boom-Branche „Green Tech“? Univ.-Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer setzt als wesentliches Kapital auf das Know-how der Köpfe: „Die Uni Graz, neben Wien der zweitwichtigste Wissenschaftsstandort in Österreich, gilt als Pionierin im Bereich der Nachhaltigkeit und wurde für ihr Engagement bereits mehrmals ausgezeichnet.“ Dieser Aussage kann Landesrat Dr. Christian Buchmann nur beipflichten, kann die Steiermark doch auf eine Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,3% stolz sein. „Die Steiermark liegt damit europaweit hinter dem deutschen Bundesland Baden Württemberg an zweiter Stelle und somit im Spitzenfeld aller europäischen Regionen. Bereits heute werden Unternehmen, die in Zentral- und Osteuropa tätig sind, hervorragende Rahmenbedingungen geboten. Die so genannten „Green Jobs“ erweisen sich dabei nicht nur in Zeiten der Hochkonjunktur dynamisch, sie sind auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Wachstumsfaktor.“
Im Anschluss an die lebhafte Diskussion wurde im Rahmen der GLEICHENFEIER für den Saubermacher ECOPORT ein weiterer wichtiger Meilenstein in Richtung „Ökologie- und Innovationsdrehscheibe“ gesetzt. In seiner Festansprache betonte Hans Roth den Wert von Heimat als haltendem Rahmen: „Von hier aus wurde unsere Entwicklung möglich und hier haben wir unsere Wurzeln. Dies verdeutlicht sich auch in unserem neuen Headquarters. Die Nähe zum Flughafen symbolisiert aber gleichzeitig unsere Aufgeschlossenheit, schnell mit unseren Partnern in CEE Kontakt aufnehmen zu wollen und Grenzen jederzeit überwinden zu können. Für Saubermacher hat Regionalität große Bedeutung. So wie uns unsere Herkunft wichtig ist, ist uns aber auch die Zusammenarbeit mit unseren, ausschließlich aus dem jeweiligen Partnerland stammenden, internationalen Geschäftsführern wichtig.“ Landesrat Dr. Christian Buchmann ging in seiner Festansprache auf die Bedeutung von innovativen Unternehmern für den Wirtschaftsstandort Steiermark ein: „Durch die Ansiedlung und den Ausbau von Firmenzentralen für Unternehmen, die in Mittel- und Osteuropa aktiv sind, wird die Steiermark zur Drehscheibe. Durch Engagement in Forschungs- und Innovationsaktivitäten, unterstützt durch die SFG und das Wirtschaftsressort des Landes Steiermark können gerade im Bereich der „Green Technologies“ nachhaltige Arbeitsplätze in der Steiermark gesichert und geschaffen werden.“ Architekt DI Alfred Bramberger gewährte Einblicke in das zukunftsfähige Ökosystem des ECOPORT: Niedrigster Energiebedarf, hohe Ressourcenverantwortung und verminderter CO2-Ausstoß wird durch ausgeklügelte Systeme sichergestellt. DI Dr. Gernot Tilz, Beauftragter im Rahmen von klima:aktiv freut sich, dass der ECOPORT als eines der wenigen Bürogebäude, die sehr hohen Ansprüche eines zertifizierten klima:aktiv-Gebäudes erfüllen wird. Aber auch bei der Begrünung legte Saubermacher größten Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit, kann Univ.-Prof.i.R. Dr. Franz Wolkinger berichten: „Nach Fertigstellung werden 87 Bäume und über 700 heimische Sträucher rund um den ECOPORT ihren Lebensraum finden.“ Der erste Schritt zur Begrünung wurde mit der Pflanzung eines stattlichen Rotahorns durch Univ.-Prof. Wolkinger und die anwesenden Ehrengäste gesetzt.
Margret und Hans Roth bedankten sich bei allen Mitwirkenden und sehen den ECOPORT auch als emotionales Projekt frei nach dem Motto: „Gemeinsam arbeiten, gemeinsam wachsen und gemeinsam aufblühen“.
Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie hier.
Über Saubermacher ECOPORT
Der Saubermacher ECOPORT wird im Frühjahr nicht nur Heimat für rund 200 Mitarbeiter werden sondern sich auch als Kommunikations- und Veranstaltungsplattform präsentieren. Das ökologische Bauwerk erfüllt als eines von wenigen Bürogebäuden die Anforderungen für eine klima:aktiv Zertifizierung. So deckt die Solaranlage den kompletten Warmwasserbedarf aus Sonnenenergie, eine Photovoltaikanlage liefert Strom für Gebäude und Elektrotankstellen und die gesamte Kühlung kommt ohne energieaufwendige Kältemaschinen aus. So erfolgt die Raumkühlung mit Grundwasser. Ein Intelligentes Fassadenkonzept sorgt für optimale Tageslichtausnutzung bei gleichzeitiger Vermeidung der Aufheizung des Gebäudes durch Sonneneinstrahlung und hohe Isolierfunktion im Winter. Die optimierte Beschattung und Hinterlüftung sowie die Nachtlüftung zur Abkühlung tragen weiters zum natürlichen Raumklima bei. So können bis zu 90 % Energieeinsparung im Vergleich zu Klimaanlagen realisiert werden. Wärmepumpen versorgen die Heizungsanlagen mit Erdwärme – dadurch kann eine CO2 Reduktion gegenüber fossilen Energieträgern um bis zu 75% erzielt werden. Und last but not least: das Regenwasser wird für die WC-Anlagen genutzt.












