Die Deponieverordnung hält auf jeden Fall!
Exklusivinterview mit Sektionschef DI Dr. Leopold Zahrer vom Umweltministerium:
Die Deponieverordnung hält auf jeden Fall!
Sehr geehrter Herr Sektionschef DI Dr. Leopold Zahrer, hält die Deponieverordnung 2004?
Die Deponieverordnung hält auf jeden Fall. Sie ist seit 1996 in Kraft. Die Anpassung bestehender Deponien ist im AWG festgelegt und die dritte Stufe - die Vorbehandlung vor Ablagerung - muss mit 01.01. 2004 erfüllt werden.
Gibt es aus Ihrer Sicht auch genug Kapazitäten und Maßnahmen, um die Deponieverordnung umzusetzen?
Noch nicht, aber wir haben noch ein gutes Jahr Zeit, und ich bin optimistisch, dass wir den überwiegenden Teil in Österreich behandeln können, da überall intensive Bemühungen im Gange sind.
Was ist, wenn man erkennt, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, etwa im thermischen Bereich?
Als Zwischenlösung kann ich mir befristet die Inanspruchnahme der Kapazitäten in benachbarten Ländern (Deutschland, Schweiz) vorstellen.
Welche Möglichkeiten des Exports von Müll bestehen?
Exporte in thermische Anlagen der Nachbarländer sind mit Genehmigung durch das Ministerium möglich.
Inwieweit werden die Österreichischen Umweltschutzbestimmungen bei Exporten berücksichtigt?
Vollstäändig, da nur gleichwertige Anlagen in Frage kommen.
Wie sehen Sie das Verwertungsportfolio von Saubermacher, die Restmüllverbrennung, den Ersatzbrennstoff, MBA, und wie beurteilen Sie es?
Ich freue mich, dass Saubermacher ein wesentlicher Garant für die Erfüllung der Anforderungen im Jahr 2004 ist und durch seine Anlagen und Kapazitäten, insbesondere in der Steiermark, den geforderten Stand der Technik gewährleistet.
Was sagen Sie zur Umsetzung der Deponieverordnung in den einzelnen Bundesländern, vor allem in der Steiermark und in Niederösterreich?
In Niederösterreich ist die Umsetzung durch thermische Behandlung gesichert und in der Steiermark durch eine Kombination von MBA und thermischer Behandlung.
Falls ein Bundesland zu wenig Kapazitäten für die Müllentsorgung hat, wird es dann gleich eine Exportbewilligung geben oder werden zuerst Entsorger in anderen Bundesländern kontaktiert und gefragt, ob Kapazitäten frei sind?
Vor einem Export ist die Behandlungskapazität in Österreich zu prüfen.












