Deponieverordnung 2004: Wohin mit dem Restmüll?
Der 1.1.2004 ist ein entscheidendes Datum für die Abfallwirtschaft. Die Deponieverordnung, die das Deponieren von unbehandelten Abfällen untersagt, tritt in Kraft.
Was bisher geschah...
In den 70er Jahren hat der Saubermacher mit der Einführung der getrennten Sammlung mittels des BioPaG-Sammelsystems wesentlich dazu beigetragen, dass die Restabfallmenge in Österreich stark abgenommen und die Verwertungsmenge stark zugenommen hat. Die Lösung für den kommunalen Restmüll war bis dato die Beseitigung auf Deponien – dies ist ab dem 1.1.2004 nicht mehr möglich. Die Statistik geht von ca. 9,6 Millionen Tonnen brennbaren Abfällen pro Jahr in Österreich aus, die nun entsprechend der neuen Verordnung behandelt werden müssen.
Der Saubermacher hat auch für die Umsetzung der Deponieverordnung 2004 wieder Lösungen parat und legt großen Wert darauf, dass in Zukunft auch der noch verbliebene Restabfall möglichst stofflich oder thermisch verwertet wird und so neben den ökologischen Vorteilen auch ökonomische Vorteile entstehen!
Gibt es genügend Verwertungskapazität
in Österreich?
Eine Möglichkeit, bei der Restmüll ohne Vorbehandlung beseitigt werden kann, besteht in Form von Müllverbrennungsanlagen (MVA) – es gibt jedoch keine in der Steiermark, und es ist auch kein Bau einer solchen Anlage geplant. In ganz Österreich wird es im Jahr 2004 nur zwei MVA (Wels, Dürnrohr) geben, bei denen „freie“ Kapazitäten bestehen, d. h. nicht die gesamte Kapazität ist durch langfristige Verträge mit Kommunen besetzt (wie es z. B. in der MVA Wien der Fall ist). Es muss uns daher bewusst werden, dass es zu einem enormen Kapazitätenengpass kommen wird!
Für alle anderen Lösungen muss der Restmüll bzw. Gewerbemüll vorher in geeigneten Anlagen kostenintensiv aufbereitet werden. So eine Aufbereitung kann z. B. für kommunalen Restmüll in Mechanisch-biologischen Anlagen (MBA) oder für Gewerbemüll in Splittinganlagen erfolgen.

Was tut der Saubermacher? Alternativen zur Deponie
Mechanisch-Biologische Behandlung
Dabei wird der Restmüll in Mechanisch-biologischen Anlagen (MBA) in eine Fraktion getrennt („Schwerfraktion“) die anschließend biologisch behandelt werden kann. Die andere Fraktion („Siebüberlauf“ oder „Leichtfraktion“) gilt als heizwertreiche Fraktion und muss anschließend einer thermischen Verwertung zugeführt werden.
Thermische Verwertung
Statt energiereichen Abfall zu deponieren werden bei der thermischen Verwertung heizwertreiche Fraktionen in aufwändigen Verfahren zu qualitätsgesicherten Alternativbrennstoffen mit hohem Wirkungsgrad z. B. für die Zement- und Papierindustrie verarbeitet. Dadurch werden primäre fossile Brennstoffe (z. B. Kohle, Öl) durch sekundäre Brennstoffe ersetzt.
Bei dieser Art der thermischen Verwertung hat der Saubermacher langfristige Verträge mit der RVL Lenzing. Dort wird heizwertreicher Rest- und Gewerbemüll in der Saubermacher-MBA oder Splittinganlage so vorbereitet, dass er als <100 mm zerkleinerter Sekundärbrennstoff direkt in den Wirbelschichtofen eingebracht werden kann. Der eingesetzte Alternativbrennstoff hat einen Heizwert von ca. 15.000 kJ/kg. Abfallfraktionen mit einem höheren Heizwert (z. B. Kunststoffe) werden jedoch idealerweise in Drehrohröfen der Zementindustrie thermisch verwertet. Das Saubermacher Thermo Team
Der Saubermacher gründete ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem größten Österreichischen Zementerzeuger, der Lafarge Perlmooser AG. Das Thermo Team der Firma Saubermacher ist somit in der Lage exklusiv Lafarge Perlmooser mit qualitätsgesicherten und ofenfertigen, alternativen Brennstoffen zu versorgen! Zu diesem Zweck entsteht zur Zeit im südsteirischen Retznei (siehe Foto unten) eine Produktionsanlage, in der mit aufwändigen mechanischen Aufbereitungsschritten Störstoffe und schadstoffhaltige Anteile entfernt werden. Damit wird ein Brennstoff hergestellt, der den strengen Qualitätsanforderungen der Zementindustrie entspricht!
So wird die zur Zeit noch in Bau befindliche Produktiosanlage
in Retznei aussehen

Müllverbrennungsanlage (MVA)
Hier werden Abfälle, die nicht in den vorher beschriebenen Lösungen verwertet werden können, verbrannt und beseitigt.
Die Firma Saubermacher hat ebenfalls direkten Zugang zu bzw. langfristige Verträge mit Müllverbrennungsanlage und ist somit auch hier weiterhin in der Lage für diese Fraktionen den optimalen Behandlungsweg zu wählen. Gesteigerte Anforderungen an den Entsorger
Um in Zukunft auf dem österreichischen Abfallmarkt bestehen und die jeweils kostengünstigste Lösung anbieten zu können braucht ein Entsorgungsunternehmen:
- Eigenen oder direkten Zugang
zu einer Mechanisch-biologischen Anlage - Eigene Aufbereitungsanlage (Splittinganlage)
- Direkten Zugang zu einer Deponie
- Direkten Zugang zu einer Wirbelschichtanlage
- Direkten Zugang zur Zementindustrie
- Direkten Zugang zu einer Müllverbrennungsanlage

Saubermacher – die Nr. 1 in Österreich
Der Saubermacher bietet Zugänge zu ALLEN angeführten Verwertungslösungen und ist somit in der Lage, die jeweils kostengünstigste und sinnvollste Variante anzubieten!
Lesen Sie dazu auch das Exklusivinterview
mit Sektionschef DI Dr. Leopold Zahrer vom Umweltministerium unter dem Titel "Die Deponieverordnung hält auf jeden Fall!"












